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Pressemitteilungen

„Sportlichste Stadt des Landes Brandenburg“

Werder bekommt erneut den Titel „Sportlichste Stadt des Landes Brandenburg“

Werder gehört erneut zu den sportlichsten Städten des Landes Brandenburg! Im Wettbewerb „Sportlichste Stadt / Gemeinde im Land Brandenburg“ wurde dem 1. Beigeordneten der Stadt Werder (Havel), Christian Große, und dem Vorsitzenden des Stadtsportbundes, Klaus-Dieter Bartsch, am Donnerstag von Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst die „Silbermedaille“ überreicht. Nach Cottbus auf Platz 1, belegen Werder und Prenzlau (Uckermark) die Plätze 2 und 3. Die Sieger können sich über eine Prämie von 5.000, 3.000 bzw. 2.000 Euro freuen.

Mit der Auszeichnung unterstützen das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, der Landessportbund Brandenburg und der Städte- und Gemeindebund Brandenburg seit zwei Jahrzehnten Partnerschaften zwischen Sport und Kommunen. Zum 20. Jubiläum des Wettbewerbs hatte sich die Blütenstadt, die 2007 schon einmal Preisträger war, erneut um dem Titel beworben.

Dazu erklärt Werders Bürgermeisterin Saß:

„Die Auszeichnung ist eine Spitzenleistung unserer Sportvereine, obwohl wir selbstverständlich den ersten Platz verdient hätten. Aber für Cottbus haben wir das Siegerpodest heute gern mal frei gemacht. Im Jahr 2007 haben wir den Titel ,Sportlichste Stadt im Land Brandenburg' ja schon einmal gewonnen. Die erneute Auszeichnung am Donnerstag zeigt, dass das Thema Sport in Werder (Havel) nicht auf der Stelle tritt. Seit der letzten Auszeichnung gab es 16 Einzelmaßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Sportinfrastruktur. Das war mit Millioneninvestitionen verbunden, die auch von Fördermitteln des Landes und des Landkreises flankiert waren.

Dass der Sport immer oben auf der Tagesordnung steht, dafür sorgt neben den hochengagierten Vereinen nicht zuletzt der Vorsitzende des Stadtsportbundes Klaus-Dieter Bartsch. Auch als Vorsitzender unseres größten Sportvereines, dem Werderaner FC Viktoria, achtet er darauf, Sportstätten auf dem neuesten Stand zu halten und das sportliche Angebot, gerade auch für unsere Werderaner Kinder und Jugendlichen, stetig zu erweitern. Dafür gebührt ihm im Zusammenhang mit dieser Auszeichnung besonderer Dank.“

Der Vorsitzende des Stadtsportbundes Werder (Havel), Klaus-Dieter Bartsch, ergänzt:

„Sport ist in der Philosophie unserer Stadt seit Langem verankert. Die idyllische Umgebung ist nicht das einzige, was Werder zu bieten hat. Der Vereins- und Breitensport hat einen enormen Stellenwert und beruht auf einer langen und erfolgreichen Tradition. Auch aufgrund unserer geografischen und landschaftlichen Lage bieten wir nahezu perfekte Voraussetzungen für ein vielschichtiges Spektrum an verschiedener Sportarten.

Dazu gehören nicht nur die klassischen Ball- beziehungsweise Mannschaftssportarten wie Fußball, Volleyball oder Handball, sondern auch die eher ungewöhnlich anmutenden Sportarten wie Cricket, Bogen- oder Sportschießen. Aber auch Wassersportarten spielen für unsere Stadt am Wasser eine große Rolle.

Seit der letzten Auszeichnung 2007 gab es insgesamt 16 Einzelmaßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Sportinfrastruktur. Beispielhaft nennen möchte ich den Bau der Sozialgebäude an der Regattastrecke in den Jahren 2008 und 2009 sowie des Start- und Zielrichterhauses im Jahr 2018. Der Glindower Sportplatz hat einen 2010 einen Kunstrasenplatz und 2018 ein neues Sozialgebäude erhalten.

Im Jahr 2010 wurden die Turnhallen der Grundschule Glindow, der Inselschule Töplitz und der Karl-Hagemeister-Schule saniert. Das Ernst-Haeckel-Gymnasium bekam 2009 einen Turnhallenneubau. Durch zahlreiche, zum Teil kleinteilige Maßnahmen hat auch der Arno-Franz-Sportplatz eine Aufwertung erfahren. (u.a. 2010 kleiner Rasenplatz mit Flutlicht, 2016 Sanierung Kunstrasenplatz, die Außenanlage wurde verschönert und ein neuer Schulungsraum ist entstanden.)

Für das neue Familienzentrum in der Adolf-Damaschkes-Straße wurde bewusst ein besonders attraktiver und zentraler Standort mit Sportangeboten gewählt, die dort bereits auf Vereinsbasis bestehen. Das Sportleben kann durch Synergien besonders für Kinder und Jugendliche weiter belebt werden. Ein wichtiger Faktor des Sportlebens ist auch die enge Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen und Schulen.

Der Sport stärkt den Zusammenhalt und die Identifikation mit der Stadt. Durch die engagierte Sportförderung haben in der Vergangenheit einige unserer Werderaner Sportlerinnen und Sportler über die Stadt- und Landesgrenzen Brandenburgs hinaus Bekanntheit erlangen können. Beispielhaft zu nennen ist hier der erfolgreiche Geher Christopher Linke, der erst im August bei einem fulminanten 20 Kilometer-Rennen bei der Olympiade in Tokio einen hervorragenden fünften Platz errang.

Die Beispiele zeigen, dass Werder beim Thema Sport nach vorn denkt. Viele Wünsche sind noch offen, aber gemeinsam wird kontinuierlich und beispielhaft am Erhalt und der Verbesserung der Sportinfrastruktur und der Angebote der Vereine gearbeitet. Auch in der Corona-Pandemie ist das Sportleben in Werder nicht eingeschlafen und die Vereine arbeiten mit doppelter Kraft daran, Angebote fortzuführen, soweit das möglich ist. Die Auszeichnung mit dem Titel ,Sportlichste Stadt des Landes Brandenburg‘ ist folgerichtig.“

Digitales Lernen für Kinder und Jugendliche

Digitales Lernen für Kinder und Jugendliche an der Kreisvolkshochschule - Labor für „Digitales Gestalten“ startet am 12.10.2021 in Werder (Havel)

In der ersten Herbstferienwoche vom 12.10. bis 14.10.2021 lädt die Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark (kvhs) in Werder (Havel) zum Labor „Digitales Gestalten“ [1.001 KB] ein. In dem durch den Zukunftshaushalt Werder finanzierten Projekt haben werderaner Kinder ab acht Jahren und Jugendliche die Möglichkeit, kostenfreie Workshops zu verschiedensten Themen digitaler Medien und Technologien zu besuchen. Ob zu 3D-Druck, VR-Brillen, Programmieren und Social Media – die Angebote treffen den Nerv der Zeit. „Uns ist wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen in den Workshops selbst kreativ werden und Technik sowie Medien ausprobieren und hautnah erleben können.“, so der pädagogische Mitarbeiter der kvhs, Alex Niemann, der zusammen mit Kollegin Nicolle Wundrich das Projekt plant und betreut. Indra Kühlcke, die Leiterin der kvhs ergänzt: „Digitalisierung ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie eröffnet jungen Menschen neue Chancen für Lernen, Bildung und Berufstätigkeit. Wir freuen uns daher sehr, dass unser Digitallabor aus Mitteln der Stadt Werder gefördert wird, über deren Vergabe Kinder und Jugendliche der Stadt im Zukunftshaushalt entschieden haben.“
Am Vormittag der Projekttage werden insbesondere Workshops für Kinder ab acht Jahren angeboten, z.B. „Programmiere dein eigenes Knete-Klavier“ oder „VR-Brillen - Eine Zeitreise durch die Realitäten“. Es wird vor Ort eine pädagogische Betreuung geben, so dass jüngere Kinder mit Einverständniserklärung auch ohne Begleitung eines Elternteils teilnehmen können.
Am Nachmittag beginnen Workshops wie z.B. „Podcasts selber machen“ oder „Live und professionell bloggen“, die sich besonders an Jugendliche ab 14 Jahren richten.
Eltern und interessierte Erwachsene kommen an den Projekttagen ebenfalls nicht zu kurz – so wird es u.a. einen „Elternabend“ darüber geben, was denn eigentlich so faszinierend, zugleich aber auch gefährlich an der digitalen Welt unserer Kinder sein kann. Daneben gibt es praktische Tipps zur „Digitalen Selbstverteidigung - so schütze ich meine Daten“.
Eröffnet werden die Projekttage bereits am 11.10.2021 um 17:30 Uhr. Die Teilnahme ist hybrid sowohl vor Ort in der kvhs als auch online möglich. Nach einem Grußwort des ersten Beigeordneten Christian Große wird es einen Impulsvortrag von Stefan Seegerer zur gegenwärtigen Digitalisierung geben. Der Referent ist Doktorand an der Freien Universität Berlin und einer der „KI-Newcomer des Jahres 2021“.
Wer teilnehmen möchte, sollte sich schnell anmelden, da die Plätze begrenzt sind. Alle Infos rund um die Workshops und Teilnahmemodalitäten sind auf der Webseite der kvhs unter www.kvhs-pm.de zu finden.

Wirtschaftstag informierte

Wirtschaftstag informierte über Zukunftschancen in der Region

Rund 400 Kinder und Jugendliche haben sich beim Werderaner Wirtschaftstag über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten in der Region informiert. 20 Aussteller haben an Ständen in der Bismarckhöhe über den Weg ins Berufsleben beraten. Motto des Tages: „Deine Zukunft beginnt hier“.

„Unsere regionalen Unternehmen halten alle Zukunftschancen offen“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß zur Eröffnung. Sie forderte die jungen Messebesucher auf, sich ein Bild von der vielfältigen Unternehmenslandschaft und deren Angeboten für den Start ins Berufsleben zu machen.

Unter den Ausstellern waren Unternehmen der Lebensmittelbranche wie die Condio GmbH, Herbstreith & Fox, Werder Feinkost oder die Werder Frucht Vermarktungsgesellschaft. Schüler konnten sich aber auch über die Perspektiven bei der Bundeswehr, der Regiobus oder im Gastgewerbe informieren. Auch Werders Oberstufenzentrum war mit einem Stand dabei.

Einige Schüler wussten bereits, was sie wollten und suchten zielgerichtet die Stände von Handwerksfirmen oder beispielsweise der Polizei auf. Andere informierten sich bei der IHK oder der Berufsbildung der Arbeitsagentur über Berufswege. Zu den Hauptgewinnen eines Glücksrades des Arbeitsagentur gehörte neben lustigen Giveaways ein dickes „Lexikon der Ausbildungsberufe“.

Beim Digitalwerk Werder konnten die Gäste mit einer sogenannten AR-Brille die reale mit der virtuellen Welt verschmelzen lassen. Eine Möglichkeit, die zum Beispiel auch beim Handwerk eine zunehmende Rolle spielt: Etwa wenn es darum geht, die farbliche Wirkung von Badezimmerfliesen zu simulieren.

Am Stand der Stadtverwaltung Werder (Havel) kam man mit einem Wortpuzzle mit den Schülern ins Gespräch über das Aufgabenspektrum von Kommunen. Worte wie Park, Turnhalle, Feuerwerk, Reise und Hund waren den unterschiedlichen Verwaltungsbereichen zuzuordnen.

Einen echten Hund brachte das Seniorenzentrum Haus am Zernsee mit auf die Bismarckhöhe: Sally ist ein Therapiehund für Bewohner der Pflegeeinrichtung. Die Zutraulichkeit der französischen Bulldogge kam auch bei vielen Messegästen an und vermittelte einen Seitenblick in den Alltag sozialer Berufe.

Dass zum Ausbildungsspektrum regionaler Unternehmen neben klassischen Berufsausbildungen zum Beispiel auch Duale Studiengänge gehören können, zeigten Unternehmen wie der Werderaner Elektoanlagenbauer Promontan. Am Stand wurde an einer echten Steuerungsanlage für ein Förderband einer Mülldeponie beispielhaft das Tätigkeitsfeld der Firma demonstriert.

Zahlreiche Besucher nutzten die Möglichkeit, auf der zum Fotostudio umfunktionierten Bühne der Bismarckhöhe kostenlose Bewerbungsfotos von einem professionellen Fotografen schießen zu lassen. Der hatte sogar passende Kleidungsstücke für den formalen Anlass bereitgelegt.

Altes Brauhaus ist Denkmal des Monats September

Die Stadt Werder (Havel) ist seit 1996 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne im Land Brandenburg. Einmal im Monat zeichnet die Arbeitsgemeinschaft besondere Sanierungsobjekte in den Altstädten ihrer Mitgliedsstädte im ganzen Land Brandenburg öffentlichkeitswirksam als „Denkmal des Monats“ aus. Im Folgejahr wird dann ein Kalender mit Bildern dieser Objekte und Informationen zu deren Geschichte veröffentlicht.

Am Sonntag, den 12. September, wurde das Alte Brauhaus in Werder „Denkmal des Monats“. Die Arbeitsgemeinschaft hatte dieses besondere Objekt gemeinsam mit der Stadt ausgewählt. Es ging nicht nur darum, das Denkmal zu würdigen, sondern auch, wie es belebt wurde und wie es sich gemeinsam mit dem benachbarten Neubau in die Altstadt einfügt.

„Werder hat nicht nur Obstwein. Wir haben auch Bier“, sagte Werders 1. Beigeordneter Christian Große bei dem Termin. Bier war in der Gründerzeit, wie Obst und Ziegeln, der „Exportschlager“ der Stadt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist das Bier regelrecht in Strömen geflossen: Sechs bis sieben Millionen Liter Bier wurden seinerzeit von den Werderaner Großbrauereien ausgeführt. Fontane schwärmte vom Werderschen als „Traum“, es galt sogar als gesundheitsfördernd

„Mit dem 1887 erbauten Brauhaus in der Lindenstraße 1 ist die Tradition auch heute im Stadtbild präsent“, so Christian Große. Zunächst wurde das Haus vom Brauereibesitzer Georg Bauer als Kühl- und Lagerhaus errichtet. 1896 fusionierten die vier Brauereien der Stadt zur „Werderschen Brauerei AG“, das Alte Brauhaus war ihr Hauptstandort. 1912 wurde das Konkursverfahren eröffnet.

Was war passiert? Letztlich mussten sich die Werderaner Bierbrauer damals den Tschechen und Bayern geschlagen geben. Eine neue Brauart wurde zunächst als Pilsner Urquell in Böhmen vertrieben. Dann wurde sie als bayerische Brauart in ganz Deutschland bekannt. Die neue Brauweise brachte eine interessante Geschmacksnote und machte das Bier haltbarer. Es war stärker gehopft und bitterer.

Schultheiß und Kindl in Berlin erkannten die Zeichen der Zeit damals schnell. Gegen diese Konkurrenz konnte man in Werder nicht die Stellung halten. Das Alte Brauhaus wurde 1945 von Schultheiß übernommen. Nach 1970 füllte hier das Getränkekombinat Potsdam Bier und später Obstsäfte ab.

Die gute Nachricht: Es gibt wieder Bier aus Werder. Der Rittmeister in Kemnitz hat seit 2014 wieder seine eigene Hausbrauerei. Und in den Havelauen entsteht eine Abfüllstation des Brauhauses Templin Zum Jahreswechsel geht es dort los. Christian Große erinnerte daran, dass das Templiner Brauhaus auch wieder das alte Werdersche Bier braut. Zur Auszeichnungsveranstaltung wurde ein kleines Fass davon angestochen, das auf einem Tempo-Dreirad des Oldtimerclubs MC Blütenstadt stand.

Auch das Alte Brauhaus war nicht mit den einstigen Großbrauereien verschwunden, wobei es 1990 in einem bedenklichen Zustand gewesen war. Das Brauhaus gehörte zu den ersten großen Objekten, bei denen nach der Wende mit der Sanierung begonnen wurde. Bauherr war der Berliner Bauunternehmer Dirk Foitzik. Mittlerweile gab es mehrere Eigentümerwechsel, der jüngste erst in diesem Monat.

Am 26. November 1992 war die Grundsteinlegung für Sanierung. Im Sommer 1995 war die Sanierung für 26 Millionen Mark abgeschlossen. Havelseitig war der angepasste Erweiterungsbau entstanden. „Wenn man sich diese beiden Gebäude heute anschaut, kann man sich nicht vorstellen, dass sie nach der Sanierung lange Zeit fast leer gestanden haben“, erinnerte Christian Große an die 1990er-Jahre.

Anfangs ließen sich die Laden- und Gewerbeflächen kaum vermieten. Noch 1998 war ein Eisverkäufer laut einem Zeitungsbericht der einzige Mieter. Erst nach dem Jahr 2000 ging es langsam aufwärts für den Standort und die Ladenzeile. Nachdem 2003 und 2004 noch Kunstausstellungen im Brauhaus stattfanden, wurden auch die Gewerberäume zunehmend vermietet.

Heute ist das Brauhaus aus der Altstadt nicht mehr wegzudenken. „Es repräsentiert die florierende City wie kaum ein anderes Gebäude“, so Christian Große.

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Henry Klix

Auf Anordnung

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